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Di, 19. Juni 2018







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Madiran Cuvée du Couvent, Guy Capmartin, 2011

Madiran Cuvée du Couvent, Guy Capmartin

"Der gesündeste Wein der Welt"

 

Die Domaine Guy Capmartin ist neben Montus von Alain Brumont eines der ältesten Weingüter des Madiran. Es gehörte früher zum bekannten Chateau Barrejat. Der immer freundliche Guy Capmartin stammt aus einer der einflussreichsten Weinbaufamilien der Madiran-Appellation. Vater Maurice ist immer eine der Triebfedern der Appelation gewesen und es ist nur logisch, dass sein Sohn Guy in seine Fußstapfen tritt. Guy übernahm einen nach der Teilung den Part „LE Couvent“, ein sehr altes Fieu-Die mit zwei unterschiedlichen Lehmböden, einmal mit Silicium und einmal sehr kalkhaltig. Auf der Domaine werden keine chemischen Produkte verwendet, es wird strenge Mengenbegrenzung eingehalten und natürlich manuell geerntet. Die meisten Reben der Domaine sind in einem Alter zwischen 60 und über 100 Jahren, vor allem die Tannat-Reben gehören zu den ältesten in Maumusson. Der Stil von Guy ist eine gelungene Mischung von traditionellen Madiran mit kleinen modernen Touch, der die Weine eleganter, ansprechender, ein wenig zugänglicher macht.

Der Cuvee Vieilles Vignes besitzt mehr Tannin und Extrakt und ist 1 - 2 Jahre in Eichenfässern gereift. Die Aromen dieser Weine sind Tannat-typisch mit etwas schwarzer Frucht, Kräutern und Zedernholz. Der Cuvee du Couvent ist eine wahre Ode an den Tannat. Die kräftigen neuen Eichen-Noten werden mühelos vom Wein vertragen. Capmartin ist einer der Top-Erzeuger des Madiran.

Doch nicht nur wegen ihrer herausragenden Qualitäten auf absolutem Spitzenniveau sind die Tannat-Weine der Capmartins seit Jahren berühmt. Darüber hinaus sind sie auch die „gesündesten Weine der Welt” – so urteilt zumindest Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung. Der renommierte Mediziner hat das so genannte French Paradox genauer untersucht, das 1979 zum ersten Mal in der Zeitschrift „Lancet” beschrieben wurde: Es wurde beobachtet, dass die Bevölkerung in Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte als Menschen in anderen Industrienationen erleidet, obwohl sie sich infolge ihrer traditionellen Küche, erinnert sei hier nur an die berühmte „foie gras”, fettreicher und üppiger ernähren als irgend wo sonst. Der französische Arzt Dr. Serge Renaud brachte das Phänomen 1992 in Zusammenhang mit dem hohen Rotweinkonsum. Doch Roger Corder war irritiert durch widersprüchliche Studien, die dem Rotwein mal eine lebensverlängernde Wirkung zusprechen und dann wieder keinen Unterschied finden zwischen Rotwein, Weißwein und Bier. Also untersuchte Corder anhand 28 völlig unterschiedlicher Weine aus verschiedenen Ländern, ob ein Bestandteil von Rotwein, die Polyphenole, denen man die Herz schützende Wirkung zuschreibt, unterschiedslos in allen Fällen die Blutgefäße vor Verstopfung bewahrt.

Und Corders Experiment hatte einen eindeutigen Sieger: einen tiefdunklen, fast pechschwarzen Madiran, hergestellt aus der Tannat-Rebe. Auch Cabernets haben in diesem Experiment gut abgeschnitten, kalifornische Weine landeten im Mittelfeld, Australier bildeten zusammen mit Weiß- und Rosé-Weinen die Schlusslichter im Wettstreit um die beste Schutzwirkung. Das schlechte Abschneiden der hellen Weine hatte Corder erwartet: Polyphenolhaltig sind vor allem die Haut und die Kerne der Trauben, die nur beim Rotwein bis zum Schluss mitfermentiert werden. Die krassen Unterschiede zwischen den einzelnen Rotweinen aber waren es, die ihn elektrisierten. Seine Lösung nach vielen Gesprächen mit Winzern in aller Welt: Die Traubensorte ist zwar wichtig, aber genauso die Verarbeitung der Trauben. Die Weine, die schlecht abschnitten, hatten meist nur Gärzeiten von vier bis fünf Tagen. In den traditionellen Weinregionen Frankreichs, und insbesondere bei den Weinen, welche die Herz schützende Funktion besitzen, betragen sie aber bis zu drei Wochen. Um die Polyphenole, auf die es ankommt, aus den Kernen heraus zu lösen, sollten es mindestens neun bis zehn Tage sein, schätzt Corder.

Seine Schlussfolgerung: Nicht Rotweine oder Polyphenole an sich schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen, sondern jene Polyphenole, die aus Trauben der Tannat-Rebe nach längerer Gärung freigesetzt werden. Die Tannattraube ist mit der Cabernet-Sauvignontraube (und natürlich auch der Malbectraube aus dem Cahors) verwandt, doch enthält sie noch wirksamere Polyphenole. Die optimale Herz schützende Wirkung findet man daher bei Weinen aus dem Madiran – und damit genau aus denjenigen Regionen, in denen das French Paradox ursprünglich beschrieben wurde. Wohl bekomms mit den authentischen Weinen Pierre Speyers, in denen man sowohl die Kraft und Urwüchsigkeit der Tannat-Rebe findet, wie sie auch den großen Gewächsen der Domaine Berthoumieu zu eigen sind, als auch eine Finesse, Mineralität und Komplexität, die nur wenigen großen Gewächsen Frankreichs zu eigen ist!

 

Inhalt: 0,75 l

Preis brutto: 13,90 Euro (entspricht 18,53 EUR / l)

Bestellnummer: 1037

 

Unduchsichtig und von tintig-dunklem Rot mit purpurfarbenden Rand. Intensive, marmeldige schwarze und rote Früchte, gepaart mit süßen Gewürzen und Tabak und Lakritz auf der Zunge. Der Wein ist jetzt schon gut strukturiert, samtig und komplex. Eine wahre und gesunde Wonne.

 

Trinken: ab sofort bis min. 2024

Rebsorten: Cabernat Sauvignon, Tannat

Alkohol: 13,5%Vol.

 

 

-> Erzeuger


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last update: 12.06.2017   zurck  nach oben  www.autochtone-weine.de / Impressum